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    Carsten
    29 Dezember, 2016

    Hallo Pascal,

    ein schön geschriebener Erfahrungsbericht – wenn ich auch diverse Einschränkungen mitgeben muss, bzw. erkenne.
    Auch wenn Du generelle Unterscheide der beiden “Marken” gut erkannt und ohne größere Wertung zur ein oder anderen Marke beschrieben hast – z.B. was die Verarbeitung, die Qualität des verwendeten Materials betrifft – so vergleichst Du hier doch ein absolutes Einsteigermodell mit dem zweitgrößten Modell von Yamaha – der eher schon in der Oberklasse/Referenz einzustufen ist. Dieser Umstieg ist sicher seltener als z.B. ein Wechsel innerhalb der gleichen Preisklasse oder sagen wir, in die nächst höhere Klasse (im Denon-Fall also zum x2200 oder x3300). Natürlich bringt ein Sprung von gut 1.000 Euro Listenpreis auch andere Dimensionen der Abmessungen mit sich und einen gewaltigen Sprung bei der Ausstattung (auf die Du z.B. gar nicht eingehst).

    Wirklich überrascht war ich von der Aussage mit dem zunächst fehlenden Bass. Der 2060 korrigiert mittlerweile bis auf 15 Hz herunter , bzw. berücksichtigt dies in der Einmessung – bei früheren Modellen war das Bassmanagement immer ein Manko der Yamahas, das in der Regel mit Einsatz eines separatem Bass-EQ (Antimode) eh am Besten in den Griff zu bekommen war (Hersteller-Unabhängig)…

    Auch beim Einmessen habe ich andere Erfahrungen gemacht: Hier war der der RX-A1060 der erste AVR, den ich je hatte, der wirklich jeden Kanal korrekt erkannt hat, die Entfernungen passten auf Anhieb genau und auch die Pegel wurden sehr genau angepasst (Nachgemessen mit einem einfachen SPL-Meter von Voltcraft)

    Ich selbst bin vor 4 Jahren nach langer Zeit mit Denon auf Yamaha umgestiegen und konnte mit dem ersten (RX-V 751) und auch mit dem letzten RX-A 1040 deutlich sagen : lohnte sich….

    Ein paar Aussagen zu Deinen verwendeten Lautsprechern und Raumgröße wäre sicherlich auch hilfreich zur Beurteilung oder zum Nachvollziehen gewesen…ich bin mir sicher , gerade aufgrund des Einmess-Systems mit Winkeleinmessung müsstest Du ein deutlich besseres Klangbild zaubern können als mit dem kleinen Denon.
    Stereo mal ganz außen vor – da liegen sicherlich Welten zwischen den Geräten 🙂

    Ich möchte im Frühjahr auf den 2060 umsteigen und freue mich wie bolle! Aufgrund der bisherigen Erfahrungen bleiben auch diesesmal die Denon stehen. Qualität, Verarbeitung, Stereo-Klang und die tollen DSPs haben mich wirklich überzeugt bei den Yamahas …

    Dies nur als kurzes Mini-Feedback…Insgesamt war Dein Bericht schön zu lesen 1

    Achso – nicht zu vergessen: Doch : Yamaha bietet vergleichbare Einsteigermodelle ! Nimm zum Beispiel den kleinsten aus der Aventage Reihe, den RX-A720 oder den RX-V 781, 681, 581….
    Und nein – ich bin bei Leibe kein Yamaha Fanboy 🙂 Ich habe mit Pioneer AVR gestartet, war Jahre bei Denon und habe mit Yamaha nun das gefunden, was mir ganz individuell am besten gefällt im AVR Bereich…Ich glaube letztendlich hilft da nur selbst ausprobieren (am besten mit den gleichen Lautsprechern im gleichen Raum) , mal jährlich den AVR in der gleichen Preisklasse zu wechseln….Bin mir sicher, auch Du wirst Dein “wow” finden und DEN Sprung, den Du erwartest 🙂
    Alles Gute , grüße aus Lübeck und rutsch gut rein!
    Carsten

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      Pascal
      29 Dezember, 2016

      Hallo Carsten,

      vielen lieben Dank für deinen sehr ausführlichen Kommentar! Es freut mich zu hören, dass dir mein Beitrag im großen und ganzen gefällt.
      Ich bin beileibe auch kein Profi, weshalb du mir deine angesprochenen Schnitzer bitte verzeihen magst 😉

      Was den Bass des Yamahas angeht, so scheint es, dass ich in meinem Raum (übrigens eine ÄUßERST schlechte Aufstellung momentan) ein Bassloch habe. Zumindest dort wo ich sitze.
      Erhöhe ich meinen Kopf, wird der Bass auf jeden Fall hörbar besser. Ich weiß noch nicht genau wie ich das verbessern kann, außer ich setze mich eventuell weiter nach hinten im Raum. Verschiebe also meine Sitz- bzw. Hörposition.
      Beim Denon war der Bass einfach präsenter (hier habe ich sogar Vibrationen im Sofa gespürt, diese spüre ich beim Yamaha deutlich weniger).
      Allerdings waren auch die Surround-Lautsprecher beim Denon lauter, was mich schon damals etwas gewundert hat. Hier habe ich dann beim Yamaha die Lautsprecher minimal angehoben.

      Ein Antimode habe ich noch nicht ausprobiert, wäre aber vielleicht mal eine Idee. Das Bassloch soll man damit aber wohl nicht “auslöschen” können.

      Meine verwendeten Lautsprecher sind jetzt die Elac 247.3 (und hinten meine alten AIWA SX-LEM 70) geworden (übrigens wollte ich dazu noch mal einen gesonderten Beitrag schreiben).

      Zu dem Vergleichsmodellen kann ich nur sagen, dass ich kein anderes Modell gefunden habe, welches zu dem damaligen Preis vom Denon mithalten konnte. Ich hatte damals 360€ bezahlt, was sicher ein top Angebot war.
      Aber mit diesem Preis muss sich dann ein Yamaha messen. Meist waren diese (deutlich) teurer oder hatten weniger Anschlüsse oder sogar “nur” 5.1 statt 7.2.
      Ich hatte dazu mal einen Artikel geschrieben: https://www.codefieber.de/hifi/neuen-av-receiver-kaufen-welchen-receiver-genau-denon-oder-yamaha-4344
      Hier hatte der vergleichbare RX-V479 von Yamaha nur 5.1, weniger Anschlüsse und sogar nur 2 Ein- und Ausgänge die HDCP 2.2 konnten. Der Denon konnte mit allen HDMI-Eingängen HDCP 2.2 verarbeiten.
      Und – aber das ist nur nörgeln auf hohem Niveau – der Denon hatte einen extra Kaltgerätestecker. 😀

      Viele Grüße zurück,

      Pascal

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    Lea
    25 Mai, 2017

    Hi, hast Du denn auch die Einstellungen über den DSP resp. Equalizer eingestellt?? Ich denke, das wird der kleine Denon nicht haben und Du solltest den Klang von dem Yama darüber Deinen Wünschen nach anpassen. Sonst klingt das Gerät wie alle hochpreisigen sehr neutral, wenn nicht sogar flach und flau.

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    • avatar
      Pascal
      26 Mai, 2017

      Hi, danke für deinen Kommentar.
      Nein am Equalizer habe ich noch nichts eingestellt. Damit muss ich mich noch mal etwas näher beschäftigen. Momentan läuft auch oftmals bei Musik der Subwoofer mit und dann ist das soweit ok. Aber ich glaube auch, dass ich einfach in einem Bassloch (ziemlich in der Raummitte) sitze, weshalb der Bass dort nicht so richtig ankommt. Ich schätze mal da hat das Audyssey einfach besser eingemessen.

      Viele Grüße, Pascal

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        Lea
        1 Juni, 2017

        Hallo Pascal,

        ich denke nicht, dass es so ein Bassloch wirklich so ausgeprägt gibt. Ich habe sogar einmal einen Yamaha Receiver zurückgegeben, eben wegen dem flachen Klang. Um so schlimmer war es, als ich merkte, es liegt an den EQ Einstellungen. Alle Geräte klingen recht flach. Ohne den EQ einzustellen, gibt es keinen Bass. Bei Onkyo das gleiche. Bei Pioneer das gleiche.

        Wenn Du den EQ einstellst, was ziemlich einfach geht, wirst Du dich wundern, was aus dem Gerät herauskommt. Machs einmal – sonst hast Du so viel Geld ausgegeben, ohne das wunderbare Gerät richtig nutzen zu können.

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        Pascal
        1 Juni, 2017

        Hallo Lea,

        also YPAO Volume, Adaptive DRC und Enhancer sind an, falls du die meinst. Oder meinst du richtig die Kurven der Lautsprecher anpassen?

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        Lea
        2 Juni, 2017

        Hi, hier siehst Du, wie du die gemessenen Werte in den manuellen EQ übernehmen und editieren kannst. Da musst Du die Werte für die unteren Frequenzen verstärken.

        PS: Schreib mir mal eine Mail, das musst Du ja alles nicht veröffentlichen…

        LeaChr@Gmx.De

        https://www.youtube.com/watch?v=TFX6hadXkEw&t=1121s

        Ab Minute 10:50 kannst Du sehen, wie du den Klang für Dich einstellst. Tiefen Mitten Höhen. Dann hat er auch mächtig rumms nachher. Ganz wie Du willst. Kein neuer Verstärer (ich hatte hier Pioneer, Onkyo und jetzt wieder Yamaha) hat nach dem Einmessen einen besonders prallen Klang.

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        Pascal
        4 Juni, 2017

        Hi Lea,

        vielen Dank für deine Hilfe! Ich schaue mir das im Video mal genauer an und probiere mal bisschen rum. Wenn ich nicht weiterkomme, melde ich mich bei dir.

        Viele Grüße, Pascal

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  3. avatar
    Milan
    26 Juni, 2017

    Also ich kann diesen Hammer Receiver auch nur empfehlen. Der Sound ist der Hammer und in Zone2 und 3 hab ich endlich meine Deckenlautsprecher aktivieren können.Genial:-)

    Hab ihn zwar erst seit ein paar Tagen aber bin nicht mehr weg von dem Ding….

    Muss noch einiges ausprobieren aber der erste Eindruck ist überwältigend!!

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  4. avatar
    Wolfgang Baron
    15 September, 2017

    Hallo
    Habe Yamaha Geräte seit etwa 12 Jahren. Angefangen hat alles mit einem schlichten RX-V 361 über 459 weiter mit 650 und heute RX-V 673. Nun war auch ich beim überlegen auf die RX-A Reihe zu wechseln. RX-(A) für Audio, klang verlockend da ich den Yamaha viel für Musik nutze. Habe mir die 20er und 30er Serie angeschaut und natürlich Probe gehört. Die unglaubliche Größe dieser Geräte schockt erst einmal. Da braucht man richtig Platz. War der erste Grund zu erneuter Überlegung. Klar ist, diese Geräte sind Top verarbeitet und machen was her.
    Wäre der klangliche Nutzen die Investition wert ? Mein RX-V 673 ist 3 Jahre alt (war einer der letzten die Neu zu bekommen waren). Beim Verkauf bekommt man nur noch einen Bruchteil vom Neupreis. Würde bedeuten ca. 1000 Euro zusätzlich investieren. Der klangliche Gewinn ist für das Auge meistens höher als für das Ohr.
    Mein Gehirn hätte es garantiert beruhigt (unbedingt haben wollen).
    Aus meiner Sicht ist der klangliche Gewinn niedriger als man erhofft oder sich einreden möchte.
    In der Stereo Wiedergabe konnte ich nicht den erwarteten Klangvorteil ausmachen.
    So komme ich zu dem Schluß das die 600 Serie von Yamaha ausreichend Power und Klang mitbringt .
    Habe auch viele Jahre mit reinen Stereoverstärkern experimentiert und bin nie zum endgültigem Ergebnis gekommen. Irgend wann bekommt man die Einsicht das mehr Klang kaum noch machbar bzw hörbar ist.
    In Boxen zu investieren (bis zu einem vertretbarem Preis) halte ich für eher sinnvoll. Bei mir sind es B&W-CM5 und Heco Celan.
    Gruß wolfgang

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