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Denon AVR-X1200W – Meine positiven als auch negativen Erfahrungen

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denon_x1200w_av_receiver So nun habe ich mich doch tatsächlich für den AV-Receiver Denon AVR-X1200W entschieden. Zumal ich den doch relativ günstig in einem Angebot bekommen habe. Mein erster Bericht zu AV-Receiver war ja für welchen ich mich nun entscheiden sollte. Ob Yamaha RX-479 oder Denon AVR-X1200W. Wie gesagt, schlussendlich wurde es dann der Denon. Versendet wurde er im Originalkarton. Also hier wurde kein weiterer Karton „verschwendet“. Kann man positiv oder auch negativ sehen. Ich lass es mal so im Raum.

Nach dem Öffnen des Kartons sieht man gleich die Fernbedienung, die Anleitungen samt AM & FM-Antennen und die mitgelieferten AAA-Batterien für die Fernbedienung. Des Weiteren ist noch das Einmessmikrofon in einem weiteren kleinen Karton mitgeliefert worden. Was ich sehr positiv finde, ist die Tatsache, dass Denon ein Stativ aus Pappe für das Einmessen mitleifert. Das ist dann sehr hilfreich, wenn man nicht zufällig Hobbyfotograf ist, so wie ich und ein Stativ zur Hand hat. Somit war das Pappstativ für mich obsolet, aber für alle anderen die kein Stativ haben, top!
Der Receiver selber ist noch mal in einer antistatischen Folie eingewickelt. Wickelt man sie ab, kommt einem ein starker elektronischer Geruch entgegen.

Das Anschließen des Denon

Nach dem Auspacken des Receivers, kam das Anschließen aller Kabel. Hier gibt es zahlreiche Anschlüsse die belegt werden wollen. Da ich aber gar nicht so viele Geräte habe, kommt also nur mein TV und meine XBox 360 über HDMI-Kabel an den Receiver. Außerdem noch in die Audio-In Steckerplätze noch mein Chinch-Kabel zum PC, damit ich auch über AUX Musik bzw. Audio vom PC hören kann. Zum Schluss natürlich die Lautsprecher an die entsprechenden Lautsprecherausgänge – in meinem Fall Front Left & Right. denon_1200_fernbedienung

Hat man alle Kabel und Geräte korrekt angeschlossen, kann man nun den Receiver und seinen TV einschalten und man wird direkt von dem Einrichtungs-Assistenten begrüßt. Dieser führt einen durch die komplette Einrichtung des Receivers. Also von den Einstellungen, über die WLAN bzw. Netzwerkeinrichtung bis zu dem Einmessen der Lautsprecher bzw. des Raumes. Bei dem Einmessen werden 8 Positionen vorgegeben die man alle nacheinander „abläuft“. Es ertönt dann bei dem Einmessen ein Geräusch aus den Lautsprechern.

Ist das Einmessen vollzogen, geht es weiter mit einigen kleinen Einstellungen. An sich ist das alles recht selbsterklärend und auch nicht schwer. Hat man ein iPhone, kann man sogar automatisch über AirPlay die WLAN-Einstellungen auf den Receiver übertragen lassen. Man muss also gar nichts weiter mehr machen als abwarten. Sehr komfortabel und es funktionierte sogar auf Anhieb.

Ist das Gerät eingerichtet, kann man ansich auch schon „loslegen“. Man kann dann den TV-Sound aufgewertet durch die Lautsprecher hören, man kann seine Musik vom PC über AUX hören oder auch über AirPlay seine Audiodaten abspielen lassen. Das Ganze funktioniert bisher eigentlich recht gut. Man kann die verschiedenen Modi per Fernbedienung oder über die App (iOS & Android) wählen. Beides funktioniert, aber auf die App gehe ich gleich noch etwas genauer ein. Die Fernbedienung kommt einem übrigens ziemlich „billig“ vor. Sie ist eindeutig zu leicht, der Kunststoff erscheint weniger wertig und der Druckpunkt der Knöpfe ist total schwammig, absolut kein Vergleich zu meiner Samsung TV-Fernbedienung. Also für eine UVP von 549€ finde ich kann man schon eine etwas wertigere Fernbedienung anbieten denn die mitgelieferte macht absolut keinen wertigen Eindruck. Aber sie bietet soweit alle benötigten Funktionalitäten!
Als der Receiver nun so ein paar Minuten lief, entfaltete sich auch zugleich der starke elektronische Geruch, sodass ich erstmal Kopfschmerzen bekommen habe. Lüften war also angesagt. Klar, neue Geräte riechen alle etwas nach Elektronik und Weichmacher. Aber so stark das man nun Kopfschmerzen bekommt?! Naja nach zwei Tagen mit viel Lüften war der Geruch soweit verflogen. Er riecht zwar weiterhin nach Elektronik, aber nicht mehr ganz so stark wie am ersten Tag.

Die Funktionalitäten

Kommen wir noch mal zu den Funktionalitäten des Receivers: Der AV-Receiver hat integriertes Internet-Radio! Im Grunde brauch man damit gar keine Antenne mehr anschließen. Wozu auch, die Qualität ist über das Onlinestreaming sicherlich besser und außerdem hat man damit auf deutlich mehr Sender Zugriff, als es die normale Antenne(nbuchse) liefern könnte. Insofern brauch man heutzutage eigentlich keine Antenne mehr anschließen. Über das Receivermenü, welches man auf dem TV angezeigt bekommt, kann man sich Radiosender raussuchen und in seiner Favoritenliste abspeichern. Das klappt ganz gut, könnte aber sicher besser laufen.
Hat man nun seine Favoritenliste zusammengestellt kann man auch relativ einfach ohne TV durch seine Liste gehen und seinen Sender auswählen. Dies geschieht dann durch die Anzeige im Receiver selbst. Allerdings weiß man oftmals nicht ob der Receiver sich nun verbindet oder nicht, dann wartet man und es passiert nichts, dabei hätte man nur noch mal auf „Enter“ drücken müssen.

Ganz großer Negativpunkt in Sachen Internetradio: Der Receiver verliert sporadisch die Verbindung zum Sender! Mal kann man ihn stundenlang laufen lassen und es klappt wunderbar und ein anderes mal wird die Verbindung nach 20min gekappt. Das Problem daran ist, dass man keine Verbindung mehr zum Sender herstellen kann. Nur noch zu ein paar anderen, aber auch lange nicht alle!
Das heißt, man muss den Receiver erst aus- und dann wieder einschalten. Erst dann verbindet er sich wieder zu dem Sender. Warum das so ist konnte ich noch nicht nachvollziehen. Laut Amazonbewertungen bin ich aber nicht der Einzige mit diesem Problem. Aber Denon denkt wahrscheinlich gar nicht daran diesen Fehler zu beheben.

Steuerung mit der App

iOS_Denon_App Kommen wir zur App. Ja man kann den Receiver auch per Android-App bzw. iOS-App bedienen. Aber längst nicht so komfortabel wie mit der Fernbedienung. Die App schaut ziemlich altmodisch vom Design aus. Also sie ist überhaupt nicht an das neue iOS angepasst. Dafür das Denon so ein großes Unternehemn ist, kommt die App rüber als wurde sie von einem Praktikanten in 3 Tagen zusammengeschustert worden. Sie hat irgendwie so gar nichts von moderner usabilitiy. Im Demomodus stürzte die App regelmäßig im Modus „Tuner“ – bei der Senderauswahl ab. Die App schloss sich einfach von selbst. Im richtigen täglichen gebrauch ist mir die App soweit zwar noch nicht abgestürzt, aber wie gesagt, die ganze App erscheint nicht sonderlich bedienungsfreundlich. Sie verliert zum Beispiel plötzlich Einstellungen. Also ich habe mir jetzt nur die iOS-App angeschaut, aber laut der Bewertungen in dem Google-Playstore scheint das wohl bei Android ähnlich zu sein.

Aber zum mal eben schnell laut und leiser machen oder in seiner Internetradio-Favoritenliste einen neuen Sender auswählen taugt die App schon, so ist es nicht. Aber man könnte aus der App sowas viel besseres machen, wenn man denn nur wollte. Denn wozu bietet Denon so eine Funktionaltität in seinen Elektrogeräten und bietet gleichzeitig so eine halbgare App an?! Da soll laut einem Bekannten die App von Yamaha deutlich besser sein. Ich habe sie mir mal angeschaut; Ja, sie schaut moderner aus. Zur eigentlichen Funktionalität kann ich schlicht nichts sagen, da ich ja nun einen Receiver von Denon und nicht von Yamaha habe.

Fazit

Kommen wir zu meinem Fazit zu dem Denon AVR-X1200W AV-Receiver. Das Gerät ist nicht schlecht, vor allem die vielseitige Anschlussmöglichkeit bietet für viele Geräte platz und alle HDMI-Eingänge sind mit dem neuen HDCP 2.2 Standard ausgestattet. Das sieht bei der Konkurrenz, grade bei dem kleinen AV-Receiver von Yamaha schlicht anders aus. Hier gibt es nur 1 Eingang der diesen neuen 4K-Standard beherrscht. Er bietet 7.2 Dolby Surround, wo andere Geräte zum selben Preis bzw. sogar teurer „nur“ 5.1 bieten. Dazu ist er DTS:X und Atmos fähig. Ob man das nun benötigt und ob so ein kleiner Receiver das wirklich leisten kann ist allerdings fraglich. Der Denon hat aber auch seine negativen Seiten. Vor allem was die Software bzw. die Android- bzw. iOS-App angeht ist Nachholbedarf angesagt. Durch den geringen Preis leidet wohl auch zwangsläufig die Qualität. So ist die Fernbedienung zwar mit allen gängigen Funktionalitäten ausgestattet, aber sie wirkt einfach extrem billig. Das äußerst geringe Gewicht trägt da maßgeblich mit dazu bei. Außerdem kommt vor allem an den ersten zwei Betriebstagen, ein starker elektronischer Geruch aus dem Gerät, sodass es sein kann, dass man Kopfschmerzen bekommt. Gutes Lüften ist hier dann pflicht.

Nachtrag: Ich habe den Receiver jetzt mal mit Internetradio über 28 Std. laufen lassen und es gab keinen Internetverbindungsabbruch. Warum er bei den ersten Versuchen mal die Verbindung verloren hat, kann ich so dann nicht nachvollziehen. Zu dem Zeitpunkt gab es auch keine 24h-Internetzwangstrennung seitens Vodafone, denn meine anderen Geräte hatten nach wie vor Internet. Oder es lag schlicht am Radiosender…

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Autor: Pascal

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